
FERRIs Musik-Theater für Kinder
Presseartikel zu FERRIs Kindertheater
- Westentaschenzirkus
- Rieselschnee
- Zoff
- Schaumal...
- Frühling...
- Gänsehaut...
- Hirsebrei...
- Porträts

In der Manege seines Westentaschenzirkus ist Ferri zwar der Chef, doch mitmachen dürfen auch seine kleinen Besucher. Und die bittet der stets gutgelaunte Liedermacher schon mal zum gemeinsamen Auftritt. Spaß ist da garantiert.
Foto: Gallus Theater
Ferri zaubert flotte Lieder aus seinem Hut
Gallus. Ein großes Zelt und viele Wagen braucht er nicht. Alles, was Zirkusdirektor Ferri in seiner Manege tanzen lässt, zaubert er aus seiner Westentasche. Da sind die tanzenden Schweine, die erstaunlichen Heuschreckspringer und das überaus elegante Elefantenballett. Sie alle zaubert der Frankfurter Kinderlieder- und Theatermacher Ferri aus seiner Westentasche und macht sich dabei den Umstand zunutze, dass Kinder sich im Handumdrehen in alles Mögliche verwandeln können - und das mit der größten Begeisterung. Begleitet wird die phantastische Zirkus-vorstellung von einem original Westentaschenorchester.
Der Auftritt von Ferri am Mittwoch, 27. Februar, im Gallustheater an der Kleyerstraße 15 ist nur ein Programmpunkt des 5. Frankfurter Kinderliedermacher-Festivals, das in der Woche vom 23. Februar bis zum 2. März stadtweit läuft. Die Vorstellung im Gallus beginnt um 11 Uhr. Das Programm des Festivals ist im Internet unter www.ferri-kindertheater.de zu finden. (fnp)
Elefantenparty im Achterbähnchen
"Ferri" versetzt mit tierischer Mitmach-Vorführung Kinder und Eltern in Verzückung
Vom 14.10.2008
bze. GUSTAVSBURG Schade, alle Heuschrecken aus der Westentasche sind geflohen! "Hat sie jemand gesehen?", fragte Ferri die Zirkuszeltbesucher am Sonntagvormittag. Jetzt war er zur Oktoberausgabe des Komki-Achterbähnchens extra mit seinem Westentaschenzirkus gekommen und konnte ihn mit seinen Tieren nicht vorführen.
"Dann müsst ihr mir helfen, denn ihr könnt euch ja in Heuschrecken verwandeln", forderte Georg Feils alias Ferri einige Kinder auf, zu ihm auf die Bühne zu kommen. Zaghaft und noch recht scheu ließen sich drei aus der ersten Reihe erweichen und trauten sich zu dem Gitarrenmann mit dem blauen Glitzerhut zu klettern. Mit Fühlerhaarreifen versehen durften sie auch schon kreuz und quer über die Bühne hüpfen - wie Heuschrecken eben!
Und die Eltern? "Von Ihnen brauche ich Kuckukrufe, Mückensummen und Vogelgezwitscher", leitete Zirkusdirektor Ferri sein erwachsenes Publikum an. Er selbst sang und unterstützte die ganzen Sommerklänge mit seiner Gitarre.
Mit der Verabschiedung von der Bühne wollten bei nächster Gelegenheit schon viel mehr Kinder mitmachen. Acht Enten fanden sich ein und mindestens ebenso viele Schweine. Schnäbel und Schweineschnauzen zogen sich die Kindergarten- und Schulkinder an, dazu gab es noch ein Röckchen und wieder ging es im Tanz immer im Kreis herum. Ganz schwindelig wurde da dem einen oder anderen Schweinchen. Doch alle waren sie begeistert von ihrem Zirkusdirektor Ferri aus Frankfurt. Denn spätestens nach dem Wanzen- und Fliegen-Tanz wollten einige gar nicht mehr runter von der Bühne. "Na dann bleibt ihr eben gleich hier zum großen Elefanten-Finale", schlug Ferri spontan vor. Noch einmal kamen die bunten Röckchen zum Einsatz und schnell standen elf kleine Elefanten in Reih und Glied vor Georg Feils. Mit schwerem Getrampel brachten sie die Bühne zum Beben und schwangen, dirigiert aus dem Publikum, ihre Rüssel hin und her - was für eine Elefantenparty!
Und so funktionierte er schließlich doch - Ferris Westentaschenzirkus.
Zwar ohne echte Tiere, dafür aber mit umso mehr Spaß für die ganze Familie und natürlich auch für Mr. Smurf, der bei so viel Besuch in seinem Zirkuszelt wieder ganz aus dem Häuschen war.
"Ferri" versetzt mit tierischer Mitmach-Vorführung Kinder und Eltern in Verzückung
Vom 14.10.2008
bze. GUSTAVSBURG Schade, alle Heuschrecken aus der Westentasche sind geflohen! "Hat sie jemand gesehen?", fragte Ferri die Zirkuszeltbesucher am Sonntagvormittag. Jetzt war er zur Oktoberausgabe des Komki-Achterbähnchens extra mit seinem Westentaschenzirkus gekommen und konnte ihn mit seinen Tieren nicht vorführen.
"Dann müsst ihr mir helfen, denn ihr könnt euch ja in Heuschrecken verwandeln", forderte Georg Feils alias Ferri einige Kinder auf, zu ihm auf die Bühne zu kommen. Zaghaft und noch recht scheu ließen sich drei aus der ersten Reihe erweichen und trauten sich zu dem Gitarrenmann mit dem blauen Glitzerhut zu klettern. Mit Fühlerhaarreifen versehen durften sie auch schon kreuz und quer über die Bühne hüpfen - wie Heuschrecken eben!
Und die Eltern? "Von Ihnen brauche ich Kuckukrufe, Mückensummen und Vogelgezwitscher", leitete Zirkusdirektor Ferri sein erwachsenes Publikum an. Er selbst sang und unterstützte die ganzen Sommerklänge mit seiner Gitarre.
Mit der Verabschiedung von der Bühne wollten bei nächster Gelegenheit schon viel mehr Kinder mitmachen. Acht Enten fanden sich ein und mindestens ebenso viele Schweine. Schnäbel und Schweineschnauzen zogen sich die Kindergarten- und Schulkinder an, dazu gab es noch ein Röckchen und wieder ging es im Tanz immer im Kreis herum. Ganz schwindelig wurde da dem einen oder anderen Schweinchen. Doch alle waren sie begeistert von ihrem Zirkusdirektor Ferri aus Frankfurt. Denn spätestens nach dem Wanzen- und Fliegen-Tanz wollten einige gar nicht mehr runter von der Bühne. "Na dann bleibt ihr eben gleich hier zum großen Elefanten-Finale", schlug Ferri spontan vor. Noch einmal kamen die bunten Röckchen zum Einsatz und schnell standen elf kleine Elefanten in Reih und Glied vor Georg Feils. Mit schwerem Getrampel brachten sie die Bühne zum Beben und schwangen, dirigiert aus dem Publikum, ihre Rüssel hin und her - was für eine Elefantenparty!
Und so funktionierte er schließlich doch - Ferris Westentaschenzirkus.
Zwar ohne echte Tiere, dafür aber mit umso mehr Spaß für die ganze Familie und natürlich auch für Mr. Smurf, der bei so viel Besuch in seinem Zirkuszelt wieder ganz aus dem Häuschen war.
Main-Echo Aschaffenburg v. 20.02.2008
Rieselschnee und Klingelglöckchen
Frankfurter Kindertheater "Ferri" gastiert im Jukuz

Mitmachen - mit diesem Rezept reißt das Kindertheater "Ferri" seine kleinen Besucher mit.
Sven kann einem leid tun: Er hat Rückenschmerzen und Flugangst - und ist eins der Rentiere, die Winter für Winter den Schlitten des Weihnachtsmanns durch die Lüfte ziehen. Wolfgang Gemmel vom Frankfurter Kindertheater "Ferri" spielt Sven, das hessisch babbelnde Ren, das "ka Lust mehr uff Schlidde" hat.
Mit ihrem Programm "Rieselschnee und Klingelglöckchen" bescherten Georg Feils, der Erfinder und Macher von "Ferri", und seine Kollegen Gemmel und Heike Michaelis den Kindern im vollen Jukuz-Saal eine Riesenfreude: Denn die Kinder sind Teil des Programms, dürfen als tanzende Schneeflöckchen auf die Bühne, dort Xylophon spielen oder im Publikum die Hände reiben, die Klettverschlüsse an den Schuhen auf- und zumachen und mit Papas Schlüsselbund klingeln.
Schon sickert die Weihnachtsstimmung von der Bühne in den Saal, singen alle mit bei Liedern übers Schlittenfahren und den Schneemann, der sich so sehnlich eine Schheefrau wünscht.
Mit Didgeridoo, Drehleier, Gitarre und Mundharmonika bringen "Ferri" Weihnachtszauber aus allen Kontinenten zu Gehör: "Leise rieselt der Schnee" als Südstaaten-Blues-Version - da jubeln auch die Eltern. Die Gruppe beherrscht eine im Kindertheater nicht mehr alltägliche Kunst: Sie nimmt die Kinder ernst, bietet Kurioses statt Klamauk, anspruchsvolle Texte statt Albereien, schafft die Balance zwischen Schlichtheit ihrer Liedarrangements und Fantasie.
Langsam und mit vielen Wiederholungen schreiten die Schauspieler durch ihr Programm, ohne Hektik und viel Glitzerkram auf der Bühne. Sie singen Texte, die alle Sinne ansprechen und zum Mitträumen einladen, von "Zimtgerüchen in der mollig warmen Küche" und "Magenknurren bis unter die Arme" nach dem Schlittenfahren.
Die Stunde am Sonntagnachmittag verging wie im Flug - und die Kinder riefen noch Zugabe, als das Rentier Sven sein Holzgeweih schon längst abgesetzt hatte. Susanne Hasenstab
Rieselschnee und Klingelglöckchen
Frankfurter Kindertheater "Ferri" gastiert im Jukuz

Mitmachen - mit diesem Rezept reißt das Kindertheater "Ferri" seine kleinen Besucher mit.
Sven kann einem leid tun: Er hat Rückenschmerzen und Flugangst - und ist eins der Rentiere, die Winter für Winter den Schlitten des Weihnachtsmanns durch die Lüfte ziehen. Wolfgang Gemmel vom Frankfurter Kindertheater "Ferri" spielt Sven, das hessisch babbelnde Ren, das "ka Lust mehr uff Schlidde" hat.
Mit ihrem Programm "Rieselschnee und Klingelglöckchen" bescherten Georg Feils, der Erfinder und Macher von "Ferri", und seine Kollegen Gemmel und Heike Michaelis den Kindern im vollen Jukuz-Saal eine Riesenfreude: Denn die Kinder sind Teil des Programms, dürfen als tanzende Schneeflöckchen auf die Bühne, dort Xylophon spielen oder im Publikum die Hände reiben, die Klettverschlüsse an den Schuhen auf- und zumachen und mit Papas Schlüsselbund klingeln.
Schon sickert die Weihnachtsstimmung von der Bühne in den Saal, singen alle mit bei Liedern übers Schlittenfahren und den Schneemann, der sich so sehnlich eine Schheefrau wünscht.
Mit Didgeridoo, Drehleier, Gitarre und Mundharmonika bringen "Ferri" Weihnachtszauber aus allen Kontinenten zu Gehör: "Leise rieselt der Schnee" als Südstaaten-Blues-Version - da jubeln auch die Eltern. Die Gruppe beherrscht eine im Kindertheater nicht mehr alltägliche Kunst: Sie nimmt die Kinder ernst, bietet Kurioses statt Klamauk, anspruchsvolle Texte statt Albereien, schafft die Balance zwischen Schlichtheit ihrer Liedarrangements und Fantasie.
Langsam und mit vielen Wiederholungen schreiten die Schauspieler durch ihr Programm, ohne Hektik und viel Glitzerkram auf der Bühne. Sie singen Texte, die alle Sinne ansprechen und zum Mitträumen einladen, von "Zimtgerüchen in der mollig warmen Küche" und "Magenknurren bis unter die Arme" nach dem Schlittenfahren.
Die Stunde am Sonntagnachmittag verging wie im Flug - und die Kinder riefen noch Zugabe, als das Rentier Sven sein Holzgeweih schon längst abgesetzt hatte. Susanne Hasenstab
Darmstädter Echo v. 18.12. 2007
Der Rentier-Dödel
Kinderkonzert: Beim Gastspiel von „Ferri und Perlico-Perlaco“ herrscht familiäre Atmosphäre in der Darmstädter Centralstation
DARMSTADT. Schlüsselbunde klingeln, Kinderhände reiben aneinander, Klettverschlüsse werden langsam auf- und zugemacht. So kommt Winteratmosphäre in die Darmstädter Centralstation. Das Mitmach-Kinder-Musik-Theater „Ferri und Perlico und Perlaco“ macht es seinen kleinen und großen Gästen vor. Sie zeigen, wie man das Gleiten und Klingeln eines Pferdeschlittens und das Stapfen im Schnee mit einfachen Mitteln wirkungsvoll darstellt. So wird es bei den Gastspielen am Sonntag und Montag Winter auf der Bühne. Unter dem Titel „Rieselschnee und Klingelglöckchen“ nimmt das Frankfurter Trio seine Gäste mit auf eine Reise durch die Weihnachtszeit. Wegbegleiter ist dabei Sven, das Rentier. Mit dem hölzernen Elchgeweih, das er sich mit einem Wollschal um den Kopf gebunden hatte, sieht Gitarrist Wolfgang Gemmel zwar etwas albern aus. Aber das passt auch zu der Figur, die sich in einem Lied als der „Blöde, der ewige Dödel, der Dussel, der Depp, der Heini, der Sepp“ beschreibt. Er ziehe das Gespann vom Weihnachtsmann und wünsche sich nur eines von Herzen: einmal an Weihnachten frei zu haben, heißt es dazu weiter im Text. Georg Feils ist „Ferri“. Er hat die Stücke geschrieben, singt sie und begleitet die Melodien gemütlich am Kontrabass. Mit schöner, klarer Stimme interpretiert die Pianistin Heike Michaelis die in Tempo und Rhythmus höchst abwechslungsreichen Lieder. Dabei schlägt sie das Xylophon, wechselt dann blitzschnell zum Schlagzeug, imitiert obendrein eine Trompete und spielt zwischendurch auch noch eine Flöte. Wolfgang Gemmel begleitet die Stücke professionell an der Gitarre, wenn er sich nicht gerade als Rentier Sven mit kanadischem Akzent über seinen Job beim Weihnachtsmann beklagt. Flott präsentiert das Trio sein Lied „Bahn frei, Kartoffelbrei“ übers Schlittenfahren, bevor es Weihnachtslieder anstimmt, die in anderen Ländern erklingen könnten. Wolfgang Gemmel singt „Leise rieselt der Schnee“ in einem Solo als Blues. Zum „Kling, Glöckchen“ auf Chinesisch holen sich „Ferri und Perlico-Perlaco“ Kinder auf die Bühne, die sie am Xylophon begleiten. Ein Regenmacher und ein Didgeridoo erklingen bei der australischen Version von „Stille Nacht“, zu der Kinder vor der Bühne bunte Leuchtröhren schwingen dürfen, die Schlangen darstellen sollen. Eine Drehleier kommt zum Einsatz bei der schottischen Variante von „O Tannenbaum“. Danach laden die drei Musiker ihre Gäste ein, alle Weihnachtslieder noch einmal gemeinsam in den deutschen Fassungen zu singen. Zum Schluss bekommen 13 Kinder weiße Kostüme umgehängt und dürfen unter musikalischer Begleitung einen Schneeflockentanz aufführen.
Ohne Hektik fordern Ferri und seine Musiker die Kinder immer wieder zum Mitmachen auf, denn das gehört zum Konzept des Trios. „Ferri und Perlico-Perlaco“ gelingt es bei ihrem Weihnachtsprogramm, in stimmungsvoller Atmosphäre, angenehmer Lautstärke und kindgerechtem Tempo melodiöse Lieder mit natürlicher Instrumentalbegleitung zu präsentieren. In nur einer Stunde, in der sich Kinder immer wieder einbringen durften, schaffen es diese Musiker, eine Weihnachtsstimmung zu erzeugen, die bei vielen bestimmt noch lange nachwirkte.
Rebecca Keller
Der Rentier-Dödel
Kinderkonzert: Beim Gastspiel von „Ferri und Perlico-Perlaco“ herrscht familiäre Atmosphäre in der Darmstädter Centralstation
DARMSTADT. Schlüsselbunde klingeln, Kinderhände reiben aneinander, Klettverschlüsse werden langsam auf- und zugemacht. So kommt Winteratmosphäre in die Darmstädter Centralstation. Das Mitmach-Kinder-Musik-Theater „Ferri und Perlico und Perlaco“ macht es seinen kleinen und großen Gästen vor. Sie zeigen, wie man das Gleiten und Klingeln eines Pferdeschlittens und das Stapfen im Schnee mit einfachen Mitteln wirkungsvoll darstellt. So wird es bei den Gastspielen am Sonntag und Montag Winter auf der Bühne. Unter dem Titel „Rieselschnee und Klingelglöckchen“ nimmt das Frankfurter Trio seine Gäste mit auf eine Reise durch die Weihnachtszeit. Wegbegleiter ist dabei Sven, das Rentier. Mit dem hölzernen Elchgeweih, das er sich mit einem Wollschal um den Kopf gebunden hatte, sieht Gitarrist Wolfgang Gemmel zwar etwas albern aus. Aber das passt auch zu der Figur, die sich in einem Lied als der „Blöde, der ewige Dödel, der Dussel, der Depp, der Heini, der Sepp“ beschreibt. Er ziehe das Gespann vom Weihnachtsmann und wünsche sich nur eines von Herzen: einmal an Weihnachten frei zu haben, heißt es dazu weiter im Text. Georg Feils ist „Ferri“. Er hat die Stücke geschrieben, singt sie und begleitet die Melodien gemütlich am Kontrabass. Mit schöner, klarer Stimme interpretiert die Pianistin Heike Michaelis die in Tempo und Rhythmus höchst abwechslungsreichen Lieder. Dabei schlägt sie das Xylophon, wechselt dann blitzschnell zum Schlagzeug, imitiert obendrein eine Trompete und spielt zwischendurch auch noch eine Flöte. Wolfgang Gemmel begleitet die Stücke professionell an der Gitarre, wenn er sich nicht gerade als Rentier Sven mit kanadischem Akzent über seinen Job beim Weihnachtsmann beklagt. Flott präsentiert das Trio sein Lied „Bahn frei, Kartoffelbrei“ übers Schlittenfahren, bevor es Weihnachtslieder anstimmt, die in anderen Ländern erklingen könnten. Wolfgang Gemmel singt „Leise rieselt der Schnee“ in einem Solo als Blues. Zum „Kling, Glöckchen“ auf Chinesisch holen sich „Ferri und Perlico-Perlaco“ Kinder auf die Bühne, die sie am Xylophon begleiten. Ein Regenmacher und ein Didgeridoo erklingen bei der australischen Version von „Stille Nacht“, zu der Kinder vor der Bühne bunte Leuchtröhren schwingen dürfen, die Schlangen darstellen sollen. Eine Drehleier kommt zum Einsatz bei der schottischen Variante von „O Tannenbaum“. Danach laden die drei Musiker ihre Gäste ein, alle Weihnachtslieder noch einmal gemeinsam in den deutschen Fassungen zu singen. Zum Schluss bekommen 13 Kinder weiße Kostüme umgehängt und dürfen unter musikalischer Begleitung einen Schneeflockentanz aufführen.
Ohne Hektik fordern Ferri und seine Musiker die Kinder immer wieder zum Mitmachen auf, denn das gehört zum Konzept des Trios. „Ferri und Perlico-Perlaco“ gelingt es bei ihrem Weihnachtsprogramm, in stimmungsvoller Atmosphäre, angenehmer Lautstärke und kindgerechtem Tempo melodiöse Lieder mit natürlicher Instrumentalbegleitung zu präsentieren. In nur einer Stunde, in der sich Kinder immer wieder einbringen durften, schaffen es diese Musiker, eine Weihnachtsstimmung zu erzeugen, die bei vielen bestimmt noch lange nachwirkte.
Rebecca Keller
Heul doch, Muttersöhnchen
Kindertheater "Ferri" mit "Jede Menge Zoff" im Gallus Theater
Auf der Gitarre summen sanfte Töne, der Mann am Bass läßt sich davon in verklärten Träumen wiegen, bis ihn die Kollegin am Schlagzeug zurück in die Realität hämmert. Schritt für Schritt entwickeln die drei Akteure mit ihren Instrumenten ihr musikalisches Zusammenspiel, bis das erste Schlagzeugsolo mit stürmischem Jubel vom Publikum quittiert wird. Die jungen Zuschauer erhalten im Gallus Theater mit "Jede Menge Zoff" des Frankfurter Kindertheaters "Ferri" wahrscheinlich ihre erste Lektion von den Ausdrucksmöglichkeiten der Musik.
Auf die Sprache wird dabei nicht verzichtet, auch wenn der Held Luca zunächst durch die mit Kappe und Rucksack kostümierte Gitarre personifiziert wird. Aber die Geschichte um Ärger, Spannung, Aufregung und Freundschaften wird immer wieder mit musikalischen Mitteln weitergetragen. Mit kleinen Liedchen werden die Schauplätze Elternhaus und Schule beschwingt überflogen. Und der Refrain "Dann gibt es Zoff" resümiert fast resignierend das Unausweichliche.
Georg Feils, Wolfgang Gemmel und Heike Michaelis können die Zustimmung ihrer Zuschauer kaum verfehlen mit dem Fundus aus vertrauten Vorwürfen vom nicht aufgeräumten Zimmer bis zu den offenen Schuhen und den Hänseleien wie "Muttersöhnchen", oder "Heul doch". Ihr Spiel mischt Erfolgserlebnisse nahtlos mit Herausforderungen. Dabei wechseln sie von der mimischen Performance zum Instrumentaleinsatz und entwickeln auch mal ein Schattenboxen zur eleganten Tanzeinlage weiter.
Das Trio genießt die Wut und demonstriert mit der Versöhnung Mut. Es spielt die albernen Mechanismen der Provokationen und Ränke im Haushalt oder auf dem Schulhof durch und läßt Entschuldigung wie Versöhnung als Souveränität statt als Schwäche erscheinen. rk.
Kindertheater "Ferri" mit "Jede Menge Zoff" im Gallus Theater
Auf der Gitarre summen sanfte Töne, der Mann am Bass läßt sich davon in verklärten Träumen wiegen, bis ihn die Kollegin am Schlagzeug zurück in die Realität hämmert. Schritt für Schritt entwickeln die drei Akteure mit ihren Instrumenten ihr musikalisches Zusammenspiel, bis das erste Schlagzeugsolo mit stürmischem Jubel vom Publikum quittiert wird. Die jungen Zuschauer erhalten im Gallus Theater mit "Jede Menge Zoff" des Frankfurter Kindertheaters "Ferri" wahrscheinlich ihre erste Lektion von den Ausdrucksmöglichkeiten der Musik.
Auf die Sprache wird dabei nicht verzichtet, auch wenn der Held Luca zunächst durch die mit Kappe und Rucksack kostümierte Gitarre personifiziert wird. Aber die Geschichte um Ärger, Spannung, Aufregung und Freundschaften wird immer wieder mit musikalischen Mitteln weitergetragen. Mit kleinen Liedchen werden die Schauplätze Elternhaus und Schule beschwingt überflogen. Und der Refrain "Dann gibt es Zoff" resümiert fast resignierend das Unausweichliche.
Georg Feils, Wolfgang Gemmel und Heike Michaelis können die Zustimmung ihrer Zuschauer kaum verfehlen mit dem Fundus aus vertrauten Vorwürfen vom nicht aufgeräumten Zimmer bis zu den offenen Schuhen und den Hänseleien wie "Muttersöhnchen", oder "Heul doch". Ihr Spiel mischt Erfolgserlebnisse nahtlos mit Herausforderungen. Dabei wechseln sie von der mimischen Performance zum Instrumentaleinsatz und entwickeln auch mal ein Schattenboxen zur eleganten Tanzeinlage weiter.
Das Trio genießt die Wut und demonstriert mit der Versöhnung Mut. Es spielt die albernen Mechanismen der Provokationen und Ränke im Haushalt oder auf dem Schulhof durch und läßt Entschuldigung wie Versöhnung als Souveränität statt als Schwäche erscheinen. rk.
FAZ vom 16.01.2004
"Schau mal, hör mal, mach mal mit"
Ein Tag zum Tanzen und Toben
150 Kinder begeistert vom Verkehrs-,,Unterricht" mit Ferri, Beate und ihrer Band

Konzerterlebnis: 150 Kinder sangen, klatschten und tobten.
Foto: Ludwig Hoff
TRIER. (DiL) Zuhören, hüpfen, tanzen, mitsingen: Für die Kinder, die einen Platz beim TV-Konzert mit Ferri, Beate und ihrer Band ergattern konnten, bot der Nachmittag in der Thalia-Buchhandlung viele Entfaltungs-möglichkeiten.
Verkehrs-"Unterricht" ohne Zeigefinger und Verbotsschilder, stattdessen jede Menge Spaß: Dafür garantiert ,"Schau mal, hör mal, mach mal mit", das Programm der Kinder-Liedermacher Ferri Feils und Beate Lambert. Spätestens seit dem Erscheinen der gleichnamigen CD, die mit Rolf Zuckowski produziert wurde, und der zugehörigen Fernsehsendung im ZDF ist das Duo aus dem Hessischen bekannt und begehrt. Auch beim Auftritt in Trier zum Abschluss der TV-Serie "Kinder und Straßenverkehr" hatten die kleinen Zuschauer keine Mühe, die eingängigen Refrains mitzusingen, den Rhythmus klatschend zu unterstützen oder Fragen zu beantworten, die Ferri und Beate immer wieder einstreuten, ohne dass dabei "Schul-Atmosphäre" aufkam. Schon lange vor Beginn hatten sich die ersten Familien vor der Thalia-Buchhandlung eingefunden, schließlich galt es, sich einen guten Platz zu sichern. Die Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren durften vor der improvisierten Bühne Platz nehmen, die Eltern gruppierten sich um die Bücher-Regale - es ging stressfrei zu, Tranen blieben Mangelware. Kein Wunder, denn die Aufmerksamkeit wurde durch das Bühnenprogramm voll in Anspruch genommen. Beate (Keyboards), Ferri (Kontrabass) und ihre Verstärkung an Marimba, Gitarre und Saxofon erzählten Geschichten von Ampeln und Bürgersteigen, vom Anschnallen und von kinderfreundlichen Autos. "Voll cool" fand Julian (6) das Programm,
Vanessa (5) begeisterte sich vor allem für "die bunten Klamotten, die die auf der Bühne anhatten". Gelegentlich wurde das Programm auch zum Test für die Eltern: Ob sich Mama und Papa denn auch immer anschnallen würden, fragte Ferri Feils. Das Spektrum der Antworten ging von "nie" über "selten" bis "immer erst, wenn wir los gefahren sind". Wie es richtig geht, darüber wussten die Kinder bestens Bescheid. Kein Wunder, zeigten sich doch die meisten auf entsprechende Nachfrage als stolze Besitzer des "Kinderführerscheins". Die richtigen Antworten auf den Test im Rahmen der Volksfreund-Familienseite seien doch "total easy" gewesen, verkündete Lars (6). Gegen Ende durfte richtig getobt und getanzt werden - die rund 150 Kinder waren begeistert dabei. Ein Glück, dass das engagierte Thalia-Team in der ersten Etage der Buchhandlung genügend freie Fläche eingerichtet hatte. Heiß begehrt waren die Buttons am Stand der Pax Bruderhilfe Familienfürsorge, die durch ihr Sponsoring ermöglicht hatte, auf einen Eintrittspreis zu verzichten. Die Bilder zum Konzert hat das TV-Click-Me-Team festgehalten. Sie sind ab heute Nachmittag unter www.intrinet.de zu sehen. fcg
Ein Tag zum Tanzen und Toben
150 Kinder begeistert vom Verkehrs-,,Unterricht" mit Ferri, Beate und ihrer Band

Konzerterlebnis: 150 Kinder sangen, klatschten und tobten.
Foto: Ludwig Hoff
TRIER. (DiL) Zuhören, hüpfen, tanzen, mitsingen: Für die Kinder, die einen Platz beim TV-Konzert mit Ferri, Beate und ihrer Band ergattern konnten, bot der Nachmittag in der Thalia-Buchhandlung viele Entfaltungs-möglichkeiten.
Verkehrs-"Unterricht" ohne Zeigefinger und Verbotsschilder, stattdessen jede Menge Spaß: Dafür garantiert ,"Schau mal, hör mal, mach mal mit", das Programm der Kinder-Liedermacher Ferri Feils und Beate Lambert. Spätestens seit dem Erscheinen der gleichnamigen CD, die mit Rolf Zuckowski produziert wurde, und der zugehörigen Fernsehsendung im ZDF ist das Duo aus dem Hessischen bekannt und begehrt. Auch beim Auftritt in Trier zum Abschluss der TV-Serie "Kinder und Straßenverkehr" hatten die kleinen Zuschauer keine Mühe, die eingängigen Refrains mitzusingen, den Rhythmus klatschend zu unterstützen oder Fragen zu beantworten, die Ferri und Beate immer wieder einstreuten, ohne dass dabei "Schul-Atmosphäre" aufkam. Schon lange vor Beginn hatten sich die ersten Familien vor der Thalia-Buchhandlung eingefunden, schließlich galt es, sich einen guten Platz zu sichern. Die Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren durften vor der improvisierten Bühne Platz nehmen, die Eltern gruppierten sich um die Bücher-Regale - es ging stressfrei zu, Tranen blieben Mangelware. Kein Wunder, denn die Aufmerksamkeit wurde durch das Bühnenprogramm voll in Anspruch genommen. Beate (Keyboards), Ferri (Kontrabass) und ihre Verstärkung an Marimba, Gitarre und Saxofon erzählten Geschichten von Ampeln und Bürgersteigen, vom Anschnallen und von kinderfreundlichen Autos. "Voll cool" fand Julian (6) das Programm,
Vanessa (5) begeisterte sich vor allem für "die bunten Klamotten, die die auf der Bühne anhatten". Gelegentlich wurde das Programm auch zum Test für die Eltern: Ob sich Mama und Papa denn auch immer anschnallen würden, fragte Ferri Feils. Das Spektrum der Antworten ging von "nie" über "selten" bis "immer erst, wenn wir los gefahren sind". Wie es richtig geht, darüber wussten die Kinder bestens Bescheid. Kein Wunder, zeigten sich doch die meisten auf entsprechende Nachfrage als stolze Besitzer des "Kinderführerscheins". Die richtigen Antworten auf den Test im Rahmen der Volksfreund-Familienseite seien doch "total easy" gewesen, verkündete Lars (6). Gegen Ende durfte richtig getobt und getanzt werden - die rund 150 Kinder waren begeistert dabei. Ein Glück, dass das engagierte Thalia-Team in der ersten Etage der Buchhandlung genügend freie Fläche eingerichtet hatte. Heiß begehrt waren die Buttons am Stand der Pax Bruderhilfe Familienfürsorge, die durch ihr Sponsoring ermöglicht hatte, auf einen Eintrittspreis zu verzichten. Die Bilder zum Konzert hat das TV-Click-Me-Team festgehalten. Sie sind ab heute Nachmittag unter www.intrinet.de zu sehen. fcg
Trierischer Volksfreund vom 20.01.2003
"Frühling, Sommer, Herbst und Winter"

Wolfgang Gemmel und Heike Michaelis eröffneten mit ihren Handpuppen die musikalische Reise, die im Rahmen des Siegener Kindertheaters im Schlosspark stattfand.
Ein Schneemann, mitten im Sommer
Ferri & Perlico Perlaco beim Kindertheater in den Ferien
La Siegen. Wer kommt schon auf die Idee, mitten im Hochsommer einen Schneemann zu bauen? Oder den kleinen Klaus in eine Fledermaus zu verwandeln, damit er zum Karnevalsfest gehen kann. Ferri, der Frankfurter, der mit bürgerlichem Namen Georg Feils heißt und seit 1985 Geschichten und Lieder für Kinder schreibt und Autor zahlreicher Hörspiele und Fernseh-beiträge ist, kann das.
Ferri war am Samstag gemeinsam mit Wolfgang Gemmel, Musikpädagoge und Autor verschiedener Lehrbücher für Gitarre, Studiomusiker und Komponist, und Heike Michaelis, die ihr Klavier- und Schlagzeugstudium in Köln absolvierte und u. a. Bühnenmusikerin bei Schauspiel Köln und Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, war, im Musikpavillon im Garten des Oberen Schlosses zu Gast.
Ganz im Gegensatz zu den vorherigen Veranstaltungen der Reihe "Kindertheater in den Ferien" war diesmal die Resonanz bei den hochsommerlichen Temperaturen schwächer. Schade, denn die Kinder, die nicht gekommen waren, haben etwas versäumt.
Mit viel musikalischem Feeling, unterhaltsamen und teils spielerisch verpackten lehrreichen Texten, machten Ferri und seine beiden Begleiter eine musikalische Reise durch die vier Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die Kinder blieben nicht nur passive Zuhörer, sondern durften mitmachen. Da rieben die Kleinen ihre Hände und schon hörte es sich mitten im grünen Park an, als ob der Schnee leise rieselte. Als dann noch die Eltern mit dem Schlüsselbund rasselten, da brauchte man nur die Augen zu schließen und man dachte, es ging im Pferdeschlitten mitten durch eine tief verschneite Winterlandschaft, begleitet von Musik.
"Alle meine Entchen..." kannten fast alle Kinder, aber nicht wie es vor 1000 oder 500 Jahren klang. Macht nichts. Die Kinder hatten ihren Spaß, vor allem als dann der groovige HipHop-Osterhase kam, der sein Fell drei Nummern zu groß trug. ,"HipHop, die Kapp verkehrt auf dem Kopp, tanzen wir den Hasen-HipHop" forderte Ferri seine kleinen Zuhörer auf und die nahmen es wörtlich. Es wurde getanzt, wenn auch nicht immer HipHop. Da war der Sitz-Boogie schon etwas einfacher.
Amüsante 60 Minuten Unterhaltung von einem Trio, dem man trotz aller spielerischen Elemente anmerkte, welche Musikalität hinter dem Auftritt steckt.
Wer wollte, konnte sich für Zuhause noch gleich eine Musikkassette wie
z. B.: "Die Mäusepolizei schläft nicht" oder "Der Killekitzelkäfer" mitnehmen, oder eines der Bücher, die Ferri geschrieben hat.
Am nächsten Samstag geht es beim Kindertheater um 16 Uhr weiter. Dann sind Woffelpantoffel zu Gast mit "Wir sind die Waldmusikanten".

Wolfgang Gemmel und Heike Michaelis eröffneten mit ihren Handpuppen die musikalische Reise, die im Rahmen des Siegener Kindertheaters im Schlosspark stattfand.
Ein Schneemann, mitten im Sommer
Ferri & Perlico Perlaco beim Kindertheater in den Ferien
La Siegen. Wer kommt schon auf die Idee, mitten im Hochsommer einen Schneemann zu bauen? Oder den kleinen Klaus in eine Fledermaus zu verwandeln, damit er zum Karnevalsfest gehen kann. Ferri, der Frankfurter, der mit bürgerlichem Namen Georg Feils heißt und seit 1985 Geschichten und Lieder für Kinder schreibt und Autor zahlreicher Hörspiele und Fernseh-beiträge ist, kann das.
Ferri war am Samstag gemeinsam mit Wolfgang Gemmel, Musikpädagoge und Autor verschiedener Lehrbücher für Gitarre, Studiomusiker und Komponist, und Heike Michaelis, die ihr Klavier- und Schlagzeugstudium in Köln absolvierte und u. a. Bühnenmusikerin bei Schauspiel Köln und Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, war, im Musikpavillon im Garten des Oberen Schlosses zu Gast.
Ganz im Gegensatz zu den vorherigen Veranstaltungen der Reihe "Kindertheater in den Ferien" war diesmal die Resonanz bei den hochsommerlichen Temperaturen schwächer. Schade, denn die Kinder, die nicht gekommen waren, haben etwas versäumt.
Mit viel musikalischem Feeling, unterhaltsamen und teils spielerisch verpackten lehrreichen Texten, machten Ferri und seine beiden Begleiter eine musikalische Reise durch die vier Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die Kinder blieben nicht nur passive Zuhörer, sondern durften mitmachen. Da rieben die Kleinen ihre Hände und schon hörte es sich mitten im grünen Park an, als ob der Schnee leise rieselte. Als dann noch die Eltern mit dem Schlüsselbund rasselten, da brauchte man nur die Augen zu schließen und man dachte, es ging im Pferdeschlitten mitten durch eine tief verschneite Winterlandschaft, begleitet von Musik.
"Alle meine Entchen..." kannten fast alle Kinder, aber nicht wie es vor 1000 oder 500 Jahren klang. Macht nichts. Die Kinder hatten ihren Spaß, vor allem als dann der groovige HipHop-Osterhase kam, der sein Fell drei Nummern zu groß trug. ,"HipHop, die Kapp verkehrt auf dem Kopp, tanzen wir den Hasen-HipHop" forderte Ferri seine kleinen Zuhörer auf und die nahmen es wörtlich. Es wurde getanzt, wenn auch nicht immer HipHop. Da war der Sitz-Boogie schon etwas einfacher.
Amüsante 60 Minuten Unterhaltung von einem Trio, dem man trotz aller spielerischen Elemente anmerkte, welche Musikalität hinter dem Auftritt steckt.
Wer wollte, konnte sich für Zuhause noch gleich eine Musikkassette wie
z. B.: "Die Mäusepolizei schläft nicht" oder "Der Killekitzelkäfer" mitnehmen, oder eines der Bücher, die Ferri geschrieben hat.
Am nächsten Samstag geht es beim Kindertheater um 16 Uhr weiter. Dann sind Woffelpantoffel zu Gast mit "Wir sind die Waldmusikanten".
Siegener Zeitung vom 19.08.2002
"Wer hat die schönste Gänsehaut?"
Einer durfte die Turmuhr spielen
Buchcafe: Gänsehaut mit Ferris Ein-Mann-Theater
BAD HERSFELD. Unter der Überschrift, "Wer hat die schönste Gänsehaut?" stand am Sonntag der Auftritt von Ferri, der schon seit einigen Jahren mit seinen regelmäßigen Gastspielen im Bad Hersfelder Buchcafe sein Publikum begeistert.
In dem geheimnisvollen Wald, der auf der Bühnendekoration zu sehen war tummelten sich Geister, Hexen, Vampire und andere unheimliche Gestalten. Das Gruseln blieb jedoch eher ein wohliges Schaudern als ein wirklich beängstigendes Gefühl, dafür sorgten vor allem die vielen Sprach-spielereien, an denen auch die Erwachsenen ihren Spaß hatten.
Anders als mancher andere Kinderliedermacher bedient sich Ferri in nahezu allen Musiksparten, so dass Langeweile gar nicht erst aufkommen kann. Die Kinder im Publikum waren darüber hinaus nicht zum reinen Zuschauen und Zuhören gezwungen: Sie durften als Kirchturmuhr, Rassel,- Glöckchen- und Flötengeister oder Hexen die Bühne bevölkern und sie wurden immer wieder zum Mitsingen animiert.
Die mithelfenden Kinder nahmen ihre Aufgaben größtenteils sehr ernst, das wurde vor allem beim Blick in das Gesicht des Jungen deutlich, das als Kirchturmuhr die Geisterstunde "einläuten" durfte, und das sich sehr stark konzentrierte, um sich nicht zu verzählen.
Seine Wandlungsfähigkeit stellte Ferri unter anderem als Trommelgeist oder in der Rolle eines kleinen, verängstigten Jungen unter Beweis.
Letzterer durchlebt das, was die meisten von uns mit Sicherheit aus eigener Erfahrung kennen: Die Eltern sind nicht zu Hause, nach einem Zombiefilm im Fernsehen und nach der Lektüre eines spannenden Gruselbuches sieht man irgendwann überall Geister (hier waren es Gestalten wie Skelette im Kleiderschrank und ein Skat spielender Dracula im Badezimmer). Glücklicherweise findet sich letztendlich für jedes der vermeintlich unheimlichen Phänomene eine natürliche Erklärung.
In seiner "Ein-Mann-und-viele-Kinder"-Show verwendete Ferri mehrere verschiedene Musikinstrumente. Unter diesen waren "normale" wie Trommel, Gitarre und Akkordeon, aber auch ungewöhnlichere wie beispielsweise ein Gerät, mit dem Gewittergrollen täuschend echt nachgeahmt werden kann oder Flöten, die wirklich geisterhaft schräge Töne von sich gaben.
Ob es nun Hagelsuppe kochende Gewitterhexen oder milchtrinkende Vampire waren, die die Szene beherrschten, immer stand der Spaß am Fabulieren und am Phantasieren im Vordergrund.
Als der "Spuk" schließlich ein Ende hatte, waren sicherlich viele der Zuschauer erstaunt, wie schnell die "Geisterstunde" am Sonntagnachmittag vorübergegangen war.
Einer durfte die Turmuhr spielen
Buchcafe: Gänsehaut mit Ferris Ein-Mann-Theater
BAD HERSFELD. Unter der Überschrift, "Wer hat die schönste Gänsehaut?" stand am Sonntag der Auftritt von Ferri, der schon seit einigen Jahren mit seinen regelmäßigen Gastspielen im Bad Hersfelder Buchcafe sein Publikum begeistert.
In dem geheimnisvollen Wald, der auf der Bühnendekoration zu sehen war tummelten sich Geister, Hexen, Vampire und andere unheimliche Gestalten. Das Gruseln blieb jedoch eher ein wohliges Schaudern als ein wirklich beängstigendes Gefühl, dafür sorgten vor allem die vielen Sprach-spielereien, an denen auch die Erwachsenen ihren Spaß hatten.
Anders als mancher andere Kinderliedermacher bedient sich Ferri in nahezu allen Musiksparten, so dass Langeweile gar nicht erst aufkommen kann. Die Kinder im Publikum waren darüber hinaus nicht zum reinen Zuschauen und Zuhören gezwungen: Sie durften als Kirchturmuhr, Rassel,- Glöckchen- und Flötengeister oder Hexen die Bühne bevölkern und sie wurden immer wieder zum Mitsingen animiert.
Die mithelfenden Kinder nahmen ihre Aufgaben größtenteils sehr ernst, das wurde vor allem beim Blick in das Gesicht des Jungen deutlich, das als Kirchturmuhr die Geisterstunde "einläuten" durfte, und das sich sehr stark konzentrierte, um sich nicht zu verzählen.
Seine Wandlungsfähigkeit stellte Ferri unter anderem als Trommelgeist oder in der Rolle eines kleinen, verängstigten Jungen unter Beweis.
Letzterer durchlebt das, was die meisten von uns mit Sicherheit aus eigener Erfahrung kennen: Die Eltern sind nicht zu Hause, nach einem Zombiefilm im Fernsehen und nach der Lektüre eines spannenden Gruselbuches sieht man irgendwann überall Geister (hier waren es Gestalten wie Skelette im Kleiderschrank und ein Skat spielender Dracula im Badezimmer). Glücklicherweise findet sich letztendlich für jedes der vermeintlich unheimlichen Phänomene eine natürliche Erklärung.
In seiner "Ein-Mann-und-viele-Kinder"-Show verwendete Ferri mehrere verschiedene Musikinstrumente. Unter diesen waren "normale" wie Trommel, Gitarre und Akkordeon, aber auch ungewöhnlichere wie beispielsweise ein Gerät, mit dem Gewittergrollen täuschend echt nachgeahmt werden kann oder Flöten, die wirklich geisterhaft schräge Töne von sich gaben.
Ob es nun Hagelsuppe kochende Gewitterhexen oder milchtrinkende Vampire waren, die die Szene beherrschten, immer stand der Spaß am Fabulieren und am Phantasieren im Vordergrund.
Als der "Spuk" schließlich ein Ende hatte, waren sicherlich viele der Zuschauer erstaunt, wie schnell die "Geisterstunde" am Sonntagnachmittag vorübergegangen war.
Hersfelder Zeitung vom 13.11.2002
Lustiger Ritter mit edlen Kartoffelreiben-Rössern
"Hirsebrei und Eisenhut": Schmackhaftes Kindertheater startet auf Schloss Stolzenfels - Witzige und originelle Inszenierung
KOBLENZ. Schon der Aufstieg ist für die Kleinsten ein Abenteuer, gilt es doch über eine enge Wendeltreppe in den ersten Stock zu krabbeln, oberhalb der ehemaligen Pferdeställe. Das wahre Abenteuer aber steht ja erst noch bevor: die Begegnung mit einem waschechten Rittergespenst namens Herbort von Frauenstein, glücklicherweise gar nicht so schröcklicher Held von "Hirsebrei und Eisenhut", eines Theaterstücks, mit dem "Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz" Kinder für Geschichte und geschichtsträchtige Orte begeistern will. Premiere feierte es jetzt in Schloss Stolzenfels.
Die kleinen Zuschauer, teils selbst richtig "mittelalterlich" kostümiert, warten gespannt darauf, dass der rote Vorhang, hinter dem es bereits rumort, beiseite gezogen wird. Susanne (Heike Michaelis, richtig schön schnodderig und ganz heutig) werkelt hier als "Ich-AG im Catering-Bereich", als Köchin also, emsig und temperamentvoll für eine Hochzeit, bei der es eben auch den Hirsebrei zum Menü geben soll. Im Eifer des Kochgefechts und bei der Demonstration ihrer Künste als Schlagzeugerin (da darf das Publikum gleich kräftig einsteigen) weckt sie Herbort von Frauenstein alias Georg Ferri Feils, der auch als Autor des Stücks verantwortlich zeichnet, unsanft aus 700-jährigem Schlummer.
Kein Wunder, dass es da zunächst mit der Kommunikation zwischen altem Mittelhochdeutsch und neuestem Neudeutsch überhaupt nicht klappt. Dank Zauberspruch geht's dann doch, ansonsten könnte der nun putzmuntere Ritter- und Spielmann Herbort auch nicht seine Geschichte(n) erzählen, die des "Lohen von der Grün" und seiner Isabella. Wie er das tut, assistiert von der "Dienstmagd" Susanne (und den Kindern, die sich als Geräuschemacher betätigen), ist in der Inszenierung von Max Eipp so witzig wie originell.
Da werden aus Kartoffelreiben edle Schlachtrösser beim Ritterturnier, bei dem Lohen Herz und Hand der Angebeteten erobern will. Da wird der Schwertkampf mit dem bösen und betrügerischen Widersacher bis aufs Küchenmesser ausgefochten und in den "Blubbersümpfen" selbst ein Putzmop geküsst. Aber bitte mit Zunge. Das wirbelt eine Stunde lang mit einem Minimum an Aufwand und einem Maximum an Improvisationstalent und Spielfreude über die Dielenbretter, so dass kleinen und großen Zuschauern die Zeit wie im Flug vergeht.
Wie es ausgeht, verraten wir gleich gar nicht, gibt es doch an den kommenden Wochenenden "Hirsebrei und Eisenhut" noch mehrfach zu kosten: am 27. Juni in Schloss Ludwigshöhe in Edenkoben, am 1. Juli auf Burg Trifels in Annweiler und am 17. Juli auf Burg Sohneck in Niederheimbach, jeweils um 15 Uhr.
Lieselotte Sauer-Kaulbach
"Hirsebrei und Eisenhut": Schmackhaftes Kindertheater startet auf Schloss Stolzenfels - Witzige und originelle Inszenierung
KOBLENZ. Schon der Aufstieg ist für die Kleinsten ein Abenteuer, gilt es doch über eine enge Wendeltreppe in den ersten Stock zu krabbeln, oberhalb der ehemaligen Pferdeställe. Das wahre Abenteuer aber steht ja erst noch bevor: die Begegnung mit einem waschechten Rittergespenst namens Herbort von Frauenstein, glücklicherweise gar nicht so schröcklicher Held von "Hirsebrei und Eisenhut", eines Theaterstücks, mit dem "Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz" Kinder für Geschichte und geschichtsträchtige Orte begeistern will. Premiere feierte es jetzt in Schloss Stolzenfels.
Die kleinen Zuschauer, teils selbst richtig "mittelalterlich" kostümiert, warten gespannt darauf, dass der rote Vorhang, hinter dem es bereits rumort, beiseite gezogen wird. Susanne (Heike Michaelis, richtig schön schnodderig und ganz heutig) werkelt hier als "Ich-AG im Catering-Bereich", als Köchin also, emsig und temperamentvoll für eine Hochzeit, bei der es eben auch den Hirsebrei zum Menü geben soll. Im Eifer des Kochgefechts und bei der Demonstration ihrer Künste als Schlagzeugerin (da darf das Publikum gleich kräftig einsteigen) weckt sie Herbort von Frauenstein alias Georg Ferri Feils, der auch als Autor des Stücks verantwortlich zeichnet, unsanft aus 700-jährigem Schlummer.
Kein Wunder, dass es da zunächst mit der Kommunikation zwischen altem Mittelhochdeutsch und neuestem Neudeutsch überhaupt nicht klappt. Dank Zauberspruch geht's dann doch, ansonsten könnte der nun putzmuntere Ritter- und Spielmann Herbort auch nicht seine Geschichte(n) erzählen, die des "Lohen von der Grün" und seiner Isabella. Wie er das tut, assistiert von der "Dienstmagd" Susanne (und den Kindern, die sich als Geräuschemacher betätigen), ist in der Inszenierung von Max Eipp so witzig wie originell.
Da werden aus Kartoffelreiben edle Schlachtrösser beim Ritterturnier, bei dem Lohen Herz und Hand der Angebeteten erobern will. Da wird der Schwertkampf mit dem bösen und betrügerischen Widersacher bis aufs Küchenmesser ausgefochten und in den "Blubbersümpfen" selbst ein Putzmop geküsst. Aber bitte mit Zunge. Das wirbelt eine Stunde lang mit einem Minimum an Aufwand und einem Maximum an Improvisationstalent und Spielfreude über die Dielenbretter, so dass kleinen und großen Zuschauern die Zeit wie im Flug vergeht.
Wie es ausgeht, verraten wir gleich gar nicht, gibt es doch an den kommenden Wochenenden "Hirsebrei und Eisenhut" noch mehrfach zu kosten: am 27. Juni in Schloss Ludwigshöhe in Edenkoben, am 1. Juli auf Burg Trifels in Annweiler und am 17. Juli auf Burg Sohneck in Niederheimbach, jeweils um 15 Uhr.
Lieselotte Sauer-Kaulbach
Rhein Zeitung vom 22.06.2004
Frankfurter Rundschau v. 20.02.2008

Wie sing ich's meinem Kinde? Ferri weiß Bescheid.
Bild: Monika Müller
Ferri macht Zirkus
Mit Musik bei Kindern Lust auf das Leben wecken
Von Franziska Schubert
Kinder sind Ferris Welt und dafür lieben sie ihn. Seit mehr als 20 Jahren macht der Frankfurter Musik für Kinder. Spaß am Singen liegt bei Ferri in der Familie. Früher sang er bei Waldspazier-gängen mit seinem Vater. Neulich war der 55-Jährige mit seiner Enkelin Paula unterwegs: „Sie saß auf meiner Schulter und trällerte los", erzählt Georg Feils, wie Ferri genau genommen heißt.
Dass Ferri einen so guten Draht zu Kindern hat, mag daher kommen, dass er das Älteste von sechs Geschwistern ist. "Ich bin es gewohnt, dass Kleinvolk um mich rumwuselt." Anders als für Kinder heute wäre es für ihn "absurd" gewesen. Fernsehen zu gucken oder Computer zu spielen. In der Kleinstadt in der Eifel, in der er aufwuchs, tobte er auf eigene Faust in Trümmergrundstücken herum. Ferri ist einer der wenigen Männer, die keine Hemmungen haben auch beruflich mit kleinen Kindern zu arbeiten. Nach seinem Studium arbeitete der Diplompädagoge zunächst in der Uni-Kita. Schnell sprach sich dort sein Talent herum, Kinder mit Liedern zu unterhalten. "Ich will ihnen mit meiner Musik Lust auf’s Leben und Lernen machen".
In seinem neuen Programm verwandelt Ferri als Zirkusdirektor die Zuschauer in Tiere und zaubert aus seiner Westentasche viele lustige Ideen. Musik darf beim Elefantenballett oder der Heuschreckendressur natürlich nicht fehlen. Zu sehen ist die Show auch beim Kinderliedermacher Festival vom 23.Februar bis 2.März, das Ferri bereits zum fünften Mal organisiert.
Vor Muffensausen Text vergessen
Häufig geht es ihm auch um politische Aussagen. Aber es sei schwer, sie mit künstlerischen Mitteln rüberzubringen, bemerkt Ferri. Das gerate leicht plakative und erzeuge Langeweile. Ihm gehe es darum, authentisch und frech zu sein, um gemeinsam mit den Kindern auf die Reise zu gehen. Denn genau das ist der Punkt, warum er auch nach 20 Jahren immer wieder neue Erfahrungen auf der Bühne sammelt.
"Trotzdem kommt es vor, dass ich so viel Lampenfieber und Muffensausen habe, dass ich den Text vergesse." Ganz grauenhaft findet er übrigens Fastnachtskonzerte mit lauten, überdrehten Kindern, die er nur mit großer Mühe motivieren kann. Aber wenn er gut drauf ist, kann er plötzlich seine Songs singen, als waren sie "taufrisch"
Ferri hat sich einen Job ausgesucht, in den er sich "reinknien und um Engagements kämpfen muss". Manche seiner Kollegen haben wieder aufgehört, "weil es ihnen zu stressig war". Ferri jedoch macht weiter und hat durch seinen langen Atem viel Respekt und Vertrauen erworben. Während Ferri älter geworden und "nicht mehr so ein Kasper ist", wird sein Publikum dagegen jünger. Ganz zu Beginn kamen noch Zwölfjährige in seine Konzerte, "aber die stehen jetzt bei Tokio Hotel in der ersten Reihe".

Wie sing ich's meinem Kinde? Ferri weiß Bescheid.
Bild: Monika Müller
Ferri macht Zirkus
Mit Musik bei Kindern Lust auf das Leben wecken
Von Franziska Schubert
Kinder sind Ferris Welt und dafür lieben sie ihn. Seit mehr als 20 Jahren macht der Frankfurter Musik für Kinder. Spaß am Singen liegt bei Ferri in der Familie. Früher sang er bei Waldspazier-gängen mit seinem Vater. Neulich war der 55-Jährige mit seiner Enkelin Paula unterwegs: „Sie saß auf meiner Schulter und trällerte los", erzählt Georg Feils, wie Ferri genau genommen heißt.
Dass Ferri einen so guten Draht zu Kindern hat, mag daher kommen, dass er das Älteste von sechs Geschwistern ist. "Ich bin es gewohnt, dass Kleinvolk um mich rumwuselt." Anders als für Kinder heute wäre es für ihn "absurd" gewesen. Fernsehen zu gucken oder Computer zu spielen. In der Kleinstadt in der Eifel, in der er aufwuchs, tobte er auf eigene Faust in Trümmergrundstücken herum. Ferri ist einer der wenigen Männer, die keine Hemmungen haben auch beruflich mit kleinen Kindern zu arbeiten. Nach seinem Studium arbeitete der Diplompädagoge zunächst in der Uni-Kita. Schnell sprach sich dort sein Talent herum, Kinder mit Liedern zu unterhalten. "Ich will ihnen mit meiner Musik Lust auf’s Leben und Lernen machen".
In seinem neuen Programm verwandelt Ferri als Zirkusdirektor die Zuschauer in Tiere und zaubert aus seiner Westentasche viele lustige Ideen. Musik darf beim Elefantenballett oder der Heuschreckendressur natürlich nicht fehlen. Zu sehen ist die Show auch beim Kinderliedermacher Festival vom 23.Februar bis 2.März, das Ferri bereits zum fünften Mal organisiert.
Vor Muffensausen Text vergessen
Häufig geht es ihm auch um politische Aussagen. Aber es sei schwer, sie mit künstlerischen Mitteln rüberzubringen, bemerkt Ferri. Das gerate leicht plakative und erzeuge Langeweile. Ihm gehe es darum, authentisch und frech zu sein, um gemeinsam mit den Kindern auf die Reise zu gehen. Denn genau das ist der Punkt, warum er auch nach 20 Jahren immer wieder neue Erfahrungen auf der Bühne sammelt.
"Trotzdem kommt es vor, dass ich so viel Lampenfieber und Muffensausen habe, dass ich den Text vergesse." Ganz grauenhaft findet er übrigens Fastnachtskonzerte mit lauten, überdrehten Kindern, die er nur mit großer Mühe motivieren kann. Aber wenn er gut drauf ist, kann er plötzlich seine Songs singen, als waren sie "taufrisch"
Ferri hat sich einen Job ausgesucht, in den er sich "reinknien und um Engagements kämpfen muss". Manche seiner Kollegen haben wieder aufgehört, "weil es ihnen zu stressig war". Ferri jedoch macht weiter und hat durch seinen langen Atem viel Respekt und Vertrauen erworben. Während Ferri älter geworden und "nicht mehr so ein Kasper ist", wird sein Publikum dagegen jünger. Ganz zu Beginn kamen noch Zwölfjährige in seine Konzerte, "aber die stehen jetzt bei Tokio Hotel in der ersten Reihe".
Frankfurter Rundschau v. 17.10.2003
Porträt
Die Welt auf den Kopf stellen
Von Markus Dobstadt
PORTRÄT Die Welt auf den Kopf stellen VON MARKUS DOBSTADT
Der sechsjährige Luca kocht vor Wut. Zwei Freunde haben ihn beleidigt. Er läuft weg, steigt in einen Bus und findet sich bald in einer unbekannten Gegend wieder, wo er auf viele Gefahren trifft. Eine turbulente Geschichte, die aber immer wieder Pausen macht. Lieder kommen dazwischen, die Personen sind plötzlich Erzähler, die Geschichten ranken sich um Wut, Ärger, Gewalt und darum, wie man bei Gefahr reagieren kann. "Jede Menge Zoff", heißt das Musikstück, das Ferri alias Georg Feils geschrieben hat. Erstmals tritt der Liedermacher darin als Schauspieler auf. "Geht das?", hat er sich gefragt, "als 50-Jähriger einen Achtjährigen spielen?" Es geht. Die Kinder, die die Aufführung in der katholischen Gemeinde St. Kilian in Sindlingen sehen, sind begeistert und haben Spaß. Seit 1985 komponiert Ferri Musik und schreibt Texte für Kinder, inzwischen tritt er bundesweit auf. Seine eigene Geschichte beginnt in einem Ort an der Mosel, in Müden. Dort wird er geboren. Er wächst in Mayen, einer Kreisstadt in der Eifel, auf. Trompete will er lernen. Sein Musiklehrer bietet ihm den Kontrabass an. "Das war eine Ehre, im Schulorchester mitzuspielen", sagt Ferri. Er lernt das Instrument, spielt Klassisches, auch im Stadtorchester. Das Gitarrespielen bringt er sich selbst bei, und zwar so gut, dass er Unterricht geben und damit später sein Pädagogik-Studium finanzieren kann. 1972 kommt er ins "wilde Frankfurt" der Studentenrevolte. Ferri, der noch nicht so heißt, hat Kontakte zur Hausbesetzerszene, demonstriert an den Wochenenden. Nach dem Studium trampt er mit wenig Geld ein Jahr lang durch die USA. Dann findet er Arbeit in der Frankfurter Uni-Kindertagesstätte. Daniel Cohn-Bendit hatte dort gerade aufgehört. Ferri bleibt sechs Jahre und legt den Grundstein seiner Karriere als Künstler für Kinder: Er schreibt Lieder und Texte, hat Freude daran, wenn Kinder ausgedachte Geschichten weiterspinnen. Der "Knackpunkt" kommt 1986. Der erste öffentliche Auftritt im Rahmen eines größeren Programms für Kinder in Rüsselsheim. Sein Partner, mit dem zusammen er sich vorbereitet hat, springt im letzten Moment ab. Das Duo sollte "Ferri und Fontana" nach Kinderbuchfiguren von Christine Nöstlinger, heißen. "Dann ist der Ferri übrig geblieben", sagt Feils. "Die Welt auf den Kopf stellen", zu merken, "dass nicht immer alles so ist, wie es scheint, sie zu nehmen, durchzuschütteln und hinterher zu gucken, wie es aussieht", das mache Spaß, meint Ferri. Der Liedermacher, der früher in einer Folkband Musik machte, sagt: "Ich bin ein Spötter". An seinen Texten feilt er stark. "Ich mag nicht das brave Kindergesäusel, die Texte müssen Haken haben." Und wenn Erwachsene ein Lied nach 20 Jahren wieder hören, sich vor den Kopf schlagen und sagen: "Das hat er gemeint", ist Ferri zufrieden. Erwachsene verstehen die lustig verpackte Botschaft eher, Kinder erspüren sie bereits. Gleichwohl stand für Ferri bei seinen Produktionen der Spaß im Vordergrund, etwa beim Wackelpuddingberg oder dem Killekitzelkäfer.
Nach einem Projekt zum Thema Verkehrserziehung ist "Jede Menge Zoff" das zweite mit deutlicherem pädagogischem Charakter. "Kinder kennen bedrohliche Situationen, und sie wissen, wie es ist, von Freunden gemobbt zu werden", meint Ferri. Das Stück ist "ganz nah an der Lebenssituation der Kinder". Der Vater einer 22-jährigen Tochter, die an einer renommierten Schauspielschule Puppenspielkunst erlernt, will es die nächste Zeit viel spielen.
Porträt
Die Welt auf den Kopf stellen
Von Markus Dobstadt
PORTRÄT Die Welt auf den Kopf stellen VON MARKUS DOBSTADT
Der sechsjährige Luca kocht vor Wut. Zwei Freunde haben ihn beleidigt. Er läuft weg, steigt in einen Bus und findet sich bald in einer unbekannten Gegend wieder, wo er auf viele Gefahren trifft. Eine turbulente Geschichte, die aber immer wieder Pausen macht. Lieder kommen dazwischen, die Personen sind plötzlich Erzähler, die Geschichten ranken sich um Wut, Ärger, Gewalt und darum, wie man bei Gefahr reagieren kann. "Jede Menge Zoff", heißt das Musikstück, das Ferri alias Georg Feils geschrieben hat. Erstmals tritt der Liedermacher darin als Schauspieler auf. "Geht das?", hat er sich gefragt, "als 50-Jähriger einen Achtjährigen spielen?" Es geht. Die Kinder, die die Aufführung in der katholischen Gemeinde St. Kilian in Sindlingen sehen, sind begeistert und haben Spaß. Seit 1985 komponiert Ferri Musik und schreibt Texte für Kinder, inzwischen tritt er bundesweit auf. Seine eigene Geschichte beginnt in einem Ort an der Mosel, in Müden. Dort wird er geboren. Er wächst in Mayen, einer Kreisstadt in der Eifel, auf. Trompete will er lernen. Sein Musiklehrer bietet ihm den Kontrabass an. "Das war eine Ehre, im Schulorchester mitzuspielen", sagt Ferri. Er lernt das Instrument, spielt Klassisches, auch im Stadtorchester. Das Gitarrespielen bringt er sich selbst bei, und zwar so gut, dass er Unterricht geben und damit später sein Pädagogik-Studium finanzieren kann. 1972 kommt er ins "wilde Frankfurt" der Studentenrevolte. Ferri, der noch nicht so heißt, hat Kontakte zur Hausbesetzerszene, demonstriert an den Wochenenden. Nach dem Studium trampt er mit wenig Geld ein Jahr lang durch die USA. Dann findet er Arbeit in der Frankfurter Uni-Kindertagesstätte. Daniel Cohn-Bendit hatte dort gerade aufgehört. Ferri bleibt sechs Jahre und legt den Grundstein seiner Karriere als Künstler für Kinder: Er schreibt Lieder und Texte, hat Freude daran, wenn Kinder ausgedachte Geschichten weiterspinnen. Der "Knackpunkt" kommt 1986. Der erste öffentliche Auftritt im Rahmen eines größeren Programms für Kinder in Rüsselsheim. Sein Partner, mit dem zusammen er sich vorbereitet hat, springt im letzten Moment ab. Das Duo sollte "Ferri und Fontana" nach Kinderbuchfiguren von Christine Nöstlinger, heißen. "Dann ist der Ferri übrig geblieben", sagt Feils. "Die Welt auf den Kopf stellen", zu merken, "dass nicht immer alles so ist, wie es scheint, sie zu nehmen, durchzuschütteln und hinterher zu gucken, wie es aussieht", das mache Spaß, meint Ferri. Der Liedermacher, der früher in einer Folkband Musik machte, sagt: "Ich bin ein Spötter". An seinen Texten feilt er stark. "Ich mag nicht das brave Kindergesäusel, die Texte müssen Haken haben." Und wenn Erwachsene ein Lied nach 20 Jahren wieder hören, sich vor den Kopf schlagen und sagen: "Das hat er gemeint", ist Ferri zufrieden. Erwachsene verstehen die lustig verpackte Botschaft eher, Kinder erspüren sie bereits. Gleichwohl stand für Ferri bei seinen Produktionen der Spaß im Vordergrund, etwa beim Wackelpuddingberg oder dem Killekitzelkäfer.
Nach einem Projekt zum Thema Verkehrserziehung ist "Jede Menge Zoff" das zweite mit deutlicherem pädagogischem Charakter. "Kinder kennen bedrohliche Situationen, und sie wissen, wie es ist, von Freunden gemobbt zu werden", meint Ferri. Das Stück ist "ganz nah an der Lebenssituation der Kinder". Der Vater einer 22-jährigen Tochter, die an einer renommierten Schauspielschule Puppenspielkunst erlernt, will es die nächste Zeit viel spielen.